Mittwoch, 10. Januar 2007

Abschied von Lopi

Abschied von Lopi
Bei einer Mitarbeiterversammlung hat Lopi heute von der Lichtenfelsgasse Abschied genommen. Es war ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sicher hat ihm der Job hier im Haus bis zu einem gewissen Grad Spaß gemacht, aber ich glaube, er ist in seiner neuen Funktion um einiges glücklicher.

Glücklich sind die Roten derzeit dafür umso weniger. Selten habe ich so gelacht wie gestern, als Gusenbauer zu seiner eigenen SPÖ-Veranstaltung durch den Hintereingang kommen mußte. Der Bericht in der ZiB2 hat frappant an die erste Angelobung von Schwarz-Blau erinnert, als die Bundesregierung wegen der gewalttätigen Demonstranten unterirdisch zur Angelobung kommen mußte. Damals war die SPÖ schadenfroh, heute merken sie einmal, wie das ist. Wie hat Gusenbauer so schön gesagt: "Ich werd mich doch von ein paar hundert gewaltbereiten Demonstranten nicht abschrecken lassen." Blöd nur, dass es die eigenen Leute sind...

Apropos SPÖ-interner Widerstand:
Hier 2 Webtipps aus dem "roten Reich":
www.abtreten.at: Die SJ-Homepage unter dem Motto "Sie haben gelogen, Herr Bundeskanzler!"
Lügen im Jahr 2007: Die inoffizielle Fortsetzung der SPÖ-Lügenkampagne - diesmal mit einem roten Bundeskanzler - auf Youtube

So, jetzt aber zurück zur Konstruktivität:

Die personellen Umwälzungen in der ÖVP von gestern werden uns noch eine Weile beschäftigen. Der Partei schadet´s gar nicht, wenn statt dem schillernden Grasser nun ein angeblicher "Parteisoldat" Molterer Vizekanzler und Chef wird. Denn einen Fehler haben wir in den letzten Jahren als angeblicher "Kanzlerwahlverein" sicher gemacht: Nicht die Partei hat Vertreter in der Regierung entsandt, die Regierung hat sich eine Partei gehalten. Und das muss jetzt anders werden.

Ich möchte damit keineswegs die Verdienste des Wolfgang Schüssel schmälern. Er hat uns erstmals seit 30 Jahren den Bundeskanzler gebracht. Er hat uns - über die Jahre gerechnet - von 27 auf 34% gebracht. Er hat wichtige und mutige Reformen in Staat, Pensionssystem und Bildung durchgesetzt. Und er hat - als glühender Europäer - den Europagedanken zu einem echten Anliegen der Regierung gemacht. All diese Leistungen kann ihm - Wahlergebnis hin oder her - niemand absprechen, all diese Leistungen werden ihm einen wichtigen Platz in der österreichischen Geschichte sichern.

Und dennoch werden wir uns jetzt vor allem mit der Partei befassen müssen. Die erfahrene Führung durch den neuen geschäftsführenden Parteiobmann Willi Molterer kann perfekt harmonieren mit der Suche nach neuen Perspektiven durch Zukunftshoffnung Josef Pröll. Willi Molterer weiß, wie er in schwierigen Zeiten die Partei zusammenhalten kann, wie er uns auf den Weg zur Nummer1 zurückbringen kann. Und Josef Pröll habe ich in den letzten Wochen als jemanden kennen und schätzen gelernt, der neuen Ideen aufgeschlossen ist, neue Methoden gerne ausprobiert und auf die Jugend zugehen kann.

Wir sind gut aufgestellt für die kommenden, schwierigen Zeiten. Aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns. Jetzt gibt´s keinen Bundeskanzler Schüssel mehr, auf den sich alle verlassen können, der für uns schon die Arbeit machen wird. Jetzt sind wir selbst gefragt. Packen wir´s an!

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