Erbschaftssteuer, ein roter Präsident & blaue Peinlichkeiten

Endlich wieder im Büro: Irgendwo hinter meinem dringend nötigen Koffeinnachschub findet die Pressesitzung statt, heute mal echt unterhaltsam. Schön, dass die Atmosphäre wieder lockerer geworden ist.
Momentan läuft´s ja auch nicht schlecht für uns. Mit Molterer, Pröll und Missethon haben wir uns vom knieweichen diplomatischen Kurs der Vergangenheit verabschiedet, jetzt gibt´s wieder klare, harte Aussagen und einen eindeutigen Kurs. Und mit Michi Mojzis wird der Parteiapparat wieder auf Vordermann gebracht. Beispiel zum neuen Kurs: Erbschaftssteuer. Unsere Position ist klar. Keiner hat sich bei den Interviews um eine Antwort herumgedrückt, der Bundesparteivorstand hat sich einstimmig festgelegt: Die Erbschaftssteuer fällt.
Da zählt es auch nicht, dass Heinz Fischer trotz seines Präsidentenamtes wieder in die Rolle des Parteipolitikers zurückgefallen ist und die Erbschaftssteuer aufrecht erhalten will. Damit hat er lediglich seine Rolle als überparteilicher Mahner nachhaltig geschädigt - an unserer Position ändert das nichts, ganz im Gegenteil :-)
Apropos Peinlichkeiten: Die FPÖ hat neuerdings auch den Klimaschutz für sich entdeckt, und zwar um - wie könnte es anders sein - unser nationales Obst & Gemüse zu schützen. So wie in England sollen Lebensmittel, die einen langen Weg zurückgelegt haben (also ausländische Lebensmittel), speziell gekennzeichnet werden. Dazu FP-Hofer in einer OTS-Aussendung im Wortlaut: "Mir ist der heimische Apfel lieber als ein importierter Kiwi." Witzige Idee, bedenkt man, dass DIE Kiwi zwar die bekannte exotische Frucht ist, DER Kiwi aber der flugunfähige Vogel aus Neuseeland. Vielleicht sollten wir ja auch für unsere freiheitlichen Freunde verpflichtende Deutschkurse einführen ;-)
gerhard.loub - 12. Mär, 21:52