Mittwoch, 28. Februar 2007

JVP Wien Landespräsidium & ORF Wien Skandal

Landespräsidium der JVP Wien bei mir zu Hause
Nachdem ich nach wie vor zu Hause bin, hat das Landespräsidium der JVP Wien heute bei mir zu Hause stattgefunden. Einige statutarische Beschlüsse, aber keine heftigen Diskussionen.

Umso mehr Wirbel wird es wohl bald wieder um den ORF Wien geben. Während ORF- und SPÖ-kritische Beiträge von der Homepage gelöscht werden, findet sich folgender Beitrag seit 8(!) Stunden online:

Zitat::


würden sich die
bobby11, vor 8 Stunden
österreicher um kinder so viele sorgen machen, hätten wir 20 millionen einwohner und bräuchten keine Kanakenzuwanderung.
wuff,wuff,gagaga,miau, pieps!!



Nachzulesen unter wien.orf.at/stories/175109/

Dienstag, 27. Februar 2007

Info-Vorsprung

Die heutige Geiselnahme in der Mariahilferstraße war ein Musterbeispiel an medialer Inszenierung. Die LIVE-Übertragung von PULS-TV, die die Arbeit der Polizei erschwert hat, die Festnahme des Geiselgangsters während des LIVE-Einstiegs des ORF im Hintergrund des gerade agierenden Reporters und die Sucht nach Aufmerksamkeit des Geiselgangsters haben ein nicht unspannendes Bild ergeben.

Auf der ÖVP-Homepage ist uns allerdings ein besonderer Clou gelungen: Während die Medien von einem misslungenen Banküberfall berichteten und nichts Genaues über den Geiselnehmer wussten, hatten wir die Nase bei unseren Schlagzeilen vorn: Schon zu Beginn berichteten wir - dank überbrachter Aussage einer freigelassenen Geisel - davon, dass kein Banküberfall geplant war, sondern es sich um eine reine Geiselnahme handelte. Darüber hinaus konnten wir den Gangster mit den Worten zitieren "Mir ist egal, ob ich lebe oder sterbe". Das wurde im Laufe des Abends dadurch bestätigt, dass die Polizei von der Suizidgefahr des Täters sprach.

P.S.: Sorry für meine lange Abwesenheit - aber zu den Folgen meiner Bandscheibenoperation hatte sich noch ein grippaler Infekt gesellt, da war ich echt nicht in der Lage, Kreatives von mir zu geben...

Dienstag, 13. Februar 2007

Der Alienfisch - eine Zeitungsente der besonderen Art

Innenpolitisch erspar ich mir mal jedes Kommentar. Die ewigen Streitereien in den U-Ausschüssen, bei denen bis jetzt überhaupt nichts herausgekommen sind, entlocken mir nur noch ein gelangweiltes Gähnen. Und die Ankündigungspolitik unseres Neo-Kanzlers, der Einigungen mit Personen verkündet, mit denen er noch nicht einmal darüber gesprochen hat, macht die derzeitige politische Lage nicht wirklich interessanter. Die Auslieferung Helmut Elsners verspricht wenigstens mehr Spannung für die nächsten Tage ;-)

Da finde ich schon amüsanter, was sich in der internationalen Chronik tut.

alienfish

Die aktuelle krone.at-Seite berichtet mit dem Bild links untermalt:

"Einer Gruppe russischer Fischer aus der Region um Rostow ist ein wahrlich seltsamer Fang geglückt: Im Asowschen Meer, einem Nebenmeer des Schwarzen Meeres, konnten die Männer einen rund 100 Kilogramm schweren, äußerst merkwürdig anmutenden Alien-Fisch an Land ziehen. [...] Alexander Lipkovich, Sprecher des Rostower Zoos, geht nach Befragung einiger Experten davon aus, dass der Alien-Fisch der Familie der Störe zuzuschreiben ist. Dennoch muss auch Lipkovich sich eingestehen: "Ich habe so etwas noch nie zuvor in meinem Leben gesehen."


Peinlich, peinlich, lieber Herr Lipkovich, liebe Krone. Denn eine kurze Recherche im Internet zeigt: Es handelt sich hier keineswegs um einen "Alienfisch", sondern schlicht und ergreifend um die Unterseite eines sogenannten "Geigenrochens", wie das rechte Bild eines Museums in Florida belegt.

Tja, so schnell entstehen Zeitungsenten.

Die Links zur Story:

Krone: http://www.krone.at/index.php?http://wcm.krone.at/krone/S25/object_id__62898/hxcms/

Florida Museum of Natural History: http://www.flmnh.ufl.edu/fish/Gallery/Descript/AtlanticGFish/AtlanticGFish.html

Wikipedia-Beschreibung des Geigenrochens: http://de.wikipedia.org/wiki/Geigenrochen

Mittwoch, 7. Februar 2007

...

Einbruch bei den Gruenen Screenshot von www.gruene.at
Krimi um einen Einbruch bei den Grünen: Wertgegenstände und Akten aus dem Eurofighter-Ausschuss sollen geklaut worden sein. Wenn es um die Akten gegangen ist, kann sich das noch zu einer innenpolitischen Bombe auswachsen. Was ist aber wirklich los gewesen? Ein paar Spekulationen, Ideen und Verschwörungstheorien:

1. Es war ein gewöhnlicher Einbruch: Dafür spricht, dass eine Videokamera und ein Laptop gestohlen wurden, dagegen, dass eine Digi-Cam liegen geblieben ist.
2. Watergate II: Der politische Gegner ist eingebrochen. Dafür spricht eigentlich so gut wie gar nix. Denn die Akten, die verschwunden sind, hat der Gegner auch. Und die Grünen können sie leicht wiederbeschaffen. Was sollte das also bringen?
3. Journalistische Recherche: Klare Verschwörungstheorie: Journalisten haben versucht, an das Material des Eurofighter-Ausschusses zu kommen. Aber ganz ehrlich: Ich kenne keinen Journalisten, dem ich das zutrauen würde.
4. Inszenierter Einbruch: Ebenfalls eine Verschwörungstheorie. Die Grünen haben den Einbruch inszeniert. Geheime Akten sind verschwunden, werden auf mysteriöse Weise in den Medien auftauchen. Die Grünen können nix dafür. Schließlich wurden die Akten ja gestohlen. Und offiziell hätte man derart geheimes Material nicht weitergeben dürfen. Reichlich unwahrscheinlich, ausschließen würd ich´s im Sinne einer guten Verschwörungstheorie aber nicht.

Ich glaube, wir werden zu dem Thema noch einiges zu hören bekommen...

Infos bei den Grünen

In der Bundespartei haben wir eine neue Presseführung: Der bisherige niederösterreichische Pressesprecher Gerald Fleischmann wird neuer Pressechef, der bisherige steirische Pressesprecher Peter Puller wird Chefredakteur. Bin schon mal gespannt auf die beiden - vor allem, da ich durch das neue Organigramm nun selbst in der Presseabteilung bin, als Teamleiter der Webredaktion. Mehr dazu, wenn ich mit den beiden mal geredet habe...

Infos zur neuen Presseführung


Gesundheitlich läuft´s nicht ganz optimal: Nicht nur, dass ich die Zehen des rechten Fußes nach der Bandscheibenoperation nach wie vor nicht nach oben bewegen kann, gibt es auch Probleme mit der Operationswunde. Ich hoffe nur, das hört irgendwann mal auf...

Montag, 5. Februar 2007

Einfach nicht mehr aufgewacht

Er ist einfach nicht mehr aufgewacht: Alfred Worm, 61, Aufdecker-Legende. Er war schon lange herzkrank, auch wenn das nicht allgemein öffentlich bekannt war. Er wurde mitten aus dem Leben gerissen - eben noch als "Journalist des Jahres 2006" geehrt.

Ich gebe zu, ich war nicht immer einer Meinung mit Alfred Worm, habe seinen Stil vor allem in letzter Zeit nicht immer goutiert. Aber er hat unbestritten enorme Verdienste um den österreichischen Journalismus erworben, hat auch in seinen Vorlesungen an der Universität sein profundes Wissen um den Enthüllungsjournalismus weitergegeben und damit künftige Generationen Medienschaffender geprägt. Er wird uns fehlen - und hinterläßt eine Lücke in der Medienlandschaft, die ehrlicherweise nie mehr ganz gefüllt werden kann.

Sonntag, 4. Februar 2007

Problem erkannt

Wilhelm Molterer war heute in der ORF-Pressestunde. An und für sich ein recht unspektakulärer Auftritt. Eine Aussage aber war absolut bemerkenswert:

"Das war wenn Sie so wollen auch ein Fehler in der Vergangenheit, dass oft nur auf die Regierungsarbeit geachtet
wurde und die Arbeit in der Partei etwas vernachlässigt wurde. Genau das werde ich sicher nicht tun, diesen Fehler machen, sondern beides ist mir wichtig: Erfolgreich in der Regierung und stark in der Partei."

Es ist ja schon selten genug, dass ein Politiker einen Fehler der eigenen Partei zugibt. Hier trifft unser neuer Chef aber genau ins Schwarze: So wie ich hatten viele das Gefühl, dass sich die Regierung eine Partei hält - und nicht umgekehrt. Das Zentrum der Politik der ÖVP war nicht die Lichtenfelsgasse sondern der Ballhausplatz.

Bisher hatte ich nicht den Eindruck, dass dieses Problem von den entscheidenden Personen erkannt worden wäre. Der heutige Auftritt von Molterer läßt hoffen, dass sich das geändert hat. Ein Grund mehr, optimistisch in die Zukunft zu blicken...

Freitag, 2. Februar 2007

Gusenbauer in Bedrängnis

regierungparlament
Bild: HOPI/BKA

Während ich zu Hause nach wie vor die Folgen meiner Bandscheiben-OP verarbeite (der rechte Fuß ist noch taub und nicht voll beweglich, die Schmerzen sind dafür weiter da), tut sich innenpolitisch ja einiges. Die Strache-Bilder und -Aussagen sorgen für Wirbel - vor allem in der SPÖ. Die Gusenbauer-Stellungnahme im Parlament im Wortlaut:

"Keine einzige Zeitung, der man vorwerfen könnte, dass sie "Stürmer"-Qualitäten hat und daher ersuche ich Sie, im Sinne der Demokratie und der Meinungsfreiheit, solche Vergleiche in Zukunft zu unterlassen. Sie sind nicht gerechtfertigt und absolut nicht nützlich für die politische Diskussion."


Der Wow-Effekt schlechthin: Eine atemberaubend entschlossene Verurteilung. Nazi-Vergleiche sind also "nicht nützlich", Strache wird "ersucht", so was nicht zu machen. Ein Gentleman, unser Bundeskanzler.

Hätte Wolfgang Schüssel als Bundeskanzler so reagiert, wäre der Aufschrei der Linken durch alle Medien gehallt. Aber was tut man nicht alles, um sich den Bundeskanzler zu sichern...

Unterdessen kursieren im Internet ein paar witzige Reaktionen auf den Strache-Schwachsinn:

www.3bier.at: Alkoholismus ist keine Jugendsünde

Und zum Abschluss ganz nett aus einem Mail

Das Zeichen-Strache-ABC

Dass die Strache-Fotos missinterpretiert wurden, dürfte mittlerweile
allen klar sein. Um derartige Missverständnisse künftig
auszuschließen, hier ein kleines Zeichenstrache-ABC.

Rechten Arm in Kinnhöhe anwinkeln, Faust nach vorne schießen lassen:
Ich möchte heute lieber kein Bier, bitte bringen Sie mir ein Glas Milch.

Rechten Arm waagrecht ausstrecken, Handfläche nach unten:
Verzeihen Sie, aber das Milchglas ist mir leider hier auf den Boden gefallen.

Mit dem Zeigefinger auf die Stirn tippen:
Prima Stirn haben Sie – Botox oder echt?

Mit der flachen Hand, Handfläche nach innen, vor dem Gesicht wedeln,
Augen nach oben verdrehen:
Eine gute Feuchtigkeitsmaske hie und da und regelmäßig Eye-Wrinkle-Creme tun es auch, Sehen Sie?

Mit der geballten linken Faust in die rechte Armbeuge schlagen, dabei
rechte Faust nach oben hebeln (oder umgekehrt):
Ich habe Durchblutungsstörungen im Unterarm, das zieht sich bis zur Schulter
rauf, wissen Sie vielleicht einen guten Internisten?

Mit der rechten Faust in die linke Handfläche (oder umgekehrt) schlagen:
Leider nein, aber einen ausgezeichneten Zahnarzt könnte ich Ihnen empfehlen.

Arme waagrecht vorstrecken, leicht anwinkeln, sich mit den Handflächen zuwedeln:
Schlechte Luft hier.

Eine Hand hinter den Rücken, Handfläche nach außen, Zeige- und Mittelnach unten zeigend überkreuzen:
Alles, was ich über diverse Fotos gesagt habe, meine ich absolut vollkommen ernst, ehrlich.

Mittelfinger einer Hand in die Höhe strecken:
Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Tag.

Mittelfinger beider Hände in die Höhe strecken:
Ich wünsche Ihnen zwei wunderschöne Tage.


Montag, 29. Januar 2007

Sturm über Wien

Dach der Bergbaubehörde abgedeckt
Während ich nach meiner OP noch im SMZ Ost liege tobt draußen der Sturm. Mein Bruder Wolfgang hat mir dieses Bild von seiner Arbeitsstelle geschickt: Das Dach der Bergbaubehörde (Teil des Wirtschaftsministeriums) im 20. Bezirk in der Denisgasse ist abgedeckt worden, der Innenhof gesperrt. Hier ein Bild von den Sicherungsarbeiten der Feuerwehr am Dach. Der darunterliegende beleuchtete Saal ist übrigens ein Sitzungssaal der Behörde.

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